artist in residence, barranquilla, kolumbien
in einem recherche projekt arbeitete ich im winter 2023 in barranquilla. meine vertiefte beschäftigung mit indigener mythologie und schamanismus setzte ich gestalterisch in skulpturen und drucken um. zurück in der schweiz bin ich damit beschäftigt meine eindrücke zu vertiefen und zu verarbeiten. gerne würde ich diese arbeiten bald an einem geeigneten ausstellungsort einem größeren publikum vorstellen.
aus dem ausstellungskatalog: „eine gruppe von arbeiten, die ihre eigene bedeutung und ihre ästhetik reflektieren, sind teil der recherche, die der schweizer künstler matthias bosshard während seines aufenthalts in caníbal zwischen oktober und november 2023 realisierte. über die auseinandersetzung mit der symbolisch aufgeladenen, präkolumbianische figur des fledermausmenschen führt er uns an die indigene kosmologie und schamanische weltanschauungen der karibik heran. er arbeitete mir schwemmholz, welches er vor ort an den stränden von salgar sammelte, neu zusammensetzte und skulptural bearbeitete. neben bronze- und kunstharzgüssen fertigte er auch eine reihe von zeichnungen an orten wie san basilio de palenque, dem tayrona nationalpark, taganga und minca an, sowie grafiken, die er auf t-shirts und papier druckte.





„velar la noche“ erscheint als eine aufforderung, die nacht zu erhellen und mit dem licht zu reisen, das durch die dunkelheit führt. äußerst interessant, wie matthias mit materie, ihrem gedächtnis oder zustand spielt, um einen zyklischen prozess des symbolischen, der bedeutung und der ästhetik zu erzeugen. in dieser studie haben wir gesehen, wie materie auf der suche nach ihrem gedächtnis und ihrer spirituellen bedeutung geschaffen und gelöscht wird.“